Der Hammerwurf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 wurde am 9. und 12. August 2006 im Ullevi-Stadion der schwedischen Stadt Göteborg ausgetragen.
Europameister wurde der finnische WM-Dritte von 2005 Olli-Pekka Karjalainen. Er gewann vor dem Belarussen Wadsim Dsewjatouski. Bronze ging an den deutschen Vizeweltmeister von 2005 Markus Esser.
Bestehende Rekorde
Der bestehende EM-Rekord wurde bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. Die größte Weite erzielte der finnische Europameister Olli-Pekka Karjalainen im Finale mit 80,84 m, womit er 5,90 m unter dem Rekord, gleichzeitig Welt- und Europarekord, blieb.
Doping
Zwei belarussische Werfer wurden des Dopings überführt und disqualifiziert:
- 2014 wurde der bereits mehrfach wegen Dopings überführte Iwan Zichan, zunächst Erster, aufgrund erneuten Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Alle seine Resultate zwischen dem 22. August 2004 und dem 21 August 2006 wurden annulliert.
- Andrei Varantsou, zunächst Letzter im Finale, wurde erstmals 2005 positiv getestet und erhielt als Mehrfachtäter nach zahlreichen Verstößen gegen die Antidopingbestimmungen 2013 eine lebenslange Sperre. Viele seiner erzielten Resultate, darunter das Ergebnis dieser Europameisterschaften, wurden gestrichen.
Im Endresultat rückten die Teilnehmer um jeweils entsprechende Ränge nach vorn.
Leidtragende dieses dreifachen Antidopingbetrugs waren in erster Linie fünf Athleten:
- Medaillengewinner:
- Der Finne Olli-Pekka Karjalainen musste viele Jahre warten, ehe er zum Europameister erklärt wurde.
- Der Deutsche Markus Esser konnte als zunächst Vierter nicht an der Siegerehrung teilnehmen, ehe ihm nach langen Jahren die Bronzemedaille zuerkannt wurde.
- Zwei Werfern wurde die Teilnahme am Finale verwehrt, obwohl sie nach der Disqualifikation der Dopingsünder teilnahmeberechtigt gewesen wären:
- Miloslav Konopka, Slowakei
- Libor Charfreitag, Slowakei
- Einer der Finalisten hätte im Finale der besten Acht gestanden und wäre jeweils zu drei weiteren Würfen berechtigt gewesen:
- Nicola Vizzoni, Italien
Legende
Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet:
Qualifikation
9. August 2006, 10:05 Uhr
23 Wettbewerber traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Zwei von ihnen (hellblau unterlegt) übertrafen die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug von 77,50 m. Damit war die Mindestzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. Das Finalfeld wurde mit den zehn nächstplatzierten Sportlern (hellgrün unterlegt) auf zwölf Werfer aufgefüllt. So reichten für die Finalteilnahme schließlich 74,69 m.
Später stellte sich heraus, dass mit Iwan Zichan und Andrei Varantsou zwei der Finalteilnehmer gegen die Antidopingbestimmungen verstoßen hatten.
Gruppe A
Gruppe B
Finale
12. August 2006, 13:45 Uhr – ursprünglich vorgesehen: 11. August
Nachdem der Wettkampf wegen auftretender Regenschauer und der dadurch bedingten Verzögerungen im Zehnkampf um einen Tag verschoben war, begann es pünktlich zu Beginn des Finales wieder zu regnen. Dadurch waren die Bedingungen schwierig, die Zahl der Fehlversuche in diesem Finale stieg und die Qualität der Weiten litt.
Weblinks
- Göteborg European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 29. Januar 2023
- Men Hammer Throw European Championship 2006 Göteborg (SWE), todor66.com, abgerufen am 29. Januar 2023
- European Championships - Statistics Handbook Athletics, 20th European Athletics, Championships, Göteborg SWE 07–13 AUG 2006, Ullevi Stadium, Men Hammer Throw, S. 662, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 29. Januar 2023
- Track and Field Statistics, XIX European Championship, Göteborg 2006, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023
Videolink
- Moukarin palkintojen jako - Olli-Pekka Karjalainen - EM 2006 Göteborg, youtube.com, abgerufen am 29. Januar 2023
Einzelnachweise und Anmerkungen

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