Opuntia basilaris ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien (Opuntia) aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton basilaris stammt aus dem Lateinischen, bedeutet ‚basal‘ und verweist auf die hauptsächlich an der Basis der Art neugebildeten Triebabschnitte.

Beschreibung

Opuntia basilaris wächst strauchig und bildet dichte niedrige Polster mit einer Wuchshöhe von bis zu 50 Zentimetern und einer Breite von bis zu 2 Metern. Die umgekehrt-eiförmigen bis runden bis länglichen bis keilförmigen Triebabschnitte sind blaugrün und besitzen oft einen violetten Farbton. Sie sind feinsamtig und werden 5 bis 20 Zentimeter lang, 4 bis 10 Zentimeter breit und bis zu 1,5 Zentimeter dick. Die für gewöhnlich runden Areolen tragen braune Glochiden, die bis 3 Millimeter lang sind. Dornen fehlen für gewöhnlich.

Die kirschroten bis gelben, selten weißen, Blüten erreichen eine Länge und einen Durchmesser von 5 bis 7,5 Zentimeter. Die grünen, bei Reife trockenen, Früchte sind dornenlos. Sie weisen eine Länge von 2,5 bis 3 Zentimeter und einen Durchmesser von 1,5 bis 2,2 Zentimeter auf.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22 oder 88.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung

Opuntia basilaris ist in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah sowie im angrenzenden mexikanischen Bundesstaat Sonora in Höhenlagen von 100 bis 1800 Metern verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1856 durch George Engelmann und John Milton Bigelow.

Es werden folgende Varietäten unterschieden:

  • Opuntia basilaris var. basilaris
  • Opuntia basilaris var. brachyclada (Griffiths) Munz
  • Opuntia basilaris var. heilii S.L.Welsh & Neese
  • Opuntia basilaris var. longiareolata (Clover & Jotter) L.D.Benson
  • Opuntia basilaris var. treleasei (J.M.Coult.) J.M.Coult. ex Toumey

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d. h. als nicht gefährdet geführt. Die Entwicklung der Populationen wird als stabil angesehen.

Verwendung

Die Shoshonen stellen aus dem Inneren der Triebe von Opuntia basilaris einen Breiumschlag her und verwenden ihn bei Schnitten und Wunden gegen die Schmerzen.

Nachweise

Literatur

  • Opuntia basilaris. In: Edward F. Anderson: The Cactus Family. Timber Press: Portland (Oregon), 2001, S. 489, ISBN 0-88192-498-9.
  • Opuntia basilaris Engelmann and Bigelow In: N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Washington, 1919, Band I, S. 119–120.
  • Opuntia basilaris Eng. & Big. In: Curt Backeberg: Die Cactaceae: Handbuch der Kakteenkunde. 2. Auflage, 1982, Band I, S. 589–591, ISBN 3-437-30380-5.

Einzelnachweise

Weblinks


Opuntia basilaris, blue, western prickly pear cactus

Opuntia basilaris Artofit

Opuntia basilaris (Beavertail Prickly Pear) Mountain States Wholesale

Opuntia basilaris var. caudata

Opuntia basilaris var. basilaris